Februar: Die Walnuss

Die sogenannte Echte Walnuss (juglans regina) gehört zum Schalenobst bzw. zu den Nussfrüchten und setzt sich aus einer verholzten Fruchtwand und einem essbaren Kern, dem Samen, zusammen. Doch die Walnuss sieht nicht immer braun und verholzt aus. Während der Reife sind die Früchte von einer grünen, fleischig-faserigen Außenhülle umgeben, welche aufspringt und sich von der Nuss löst, wenn sie reif ist. Walnüsse gibt es in verschiedenen Formen: eiförmig, elliptisch, länglich, herzförmig, konisch und rund. Auch die Größe kann stark variieren. So können sie 2,5 bis 8 cm lang und 2,5 bis 5 breit sein.

Auch, wenn die saisonale Ernte der beliebten Nuss bereits im Herbst des letzten Jahres abgeschlossen wurde, ist sie durch ihre lange Lagerfähigkeit noch in den kalten Wintermonaten zu genießen.

Herkunft

Die Walnuss als Frucht stammt von einem Baum, der ursprünglich aus Asien stammt: der Echten Walnuss (Juglans regia).
Laut archäologischen Funden wurde die Walnuss bereits vor etwa 9 000 Jahren als Nahrungsmittel genutzt.
Ihr Name hat nichts mit einem Wal zu tun, sondern bezieht sich auf ihre Herkunft und ist von dem Begriff „Welschnuss“ abgeleitet, welcher übersetzt so viel wie „von den Römern eingeführte Nuss“ bedeutet.

Gesundheitliche Aspekte

Die Walnuss bringt mit ihrem hohen Protein- und Mikronährstoffgehalt eine Vielzahl an positiven Eigenschaften mit sich. Die hohen Mengen an Folsäure und Eisen wirken sich bei regelmäßigem Verzehr positiv auf die Werte von Schwangeren und auch auf die Entwicklung des heranwachsenden Säuglings aus. Walnüsse enthalten viel Fett mit einem hohen Anteil an Alpha-Linolensäure (Omega-3-Fettsäuren), welche als essenzielle, ungesättigte Fettsäure eine positive Wirkung vor allem auf das Herz und die Durchblutung haben soll. Zudem können Walnüsse mit einem 6,1 g Ballaststoffgehalt pro 100 g eine positive Wirkung auf die Verdauung haben.

Doch beim Verzehr der Nüsse ist auch Vorsicht geboten: Die unsichtbaren Gifte (Aflatoxine) bestimmter Schimmelpilze sind sehr gesundheitsschädlich und können die Entstehung von Krebs begünstigen, Nieren und Leber schädigen, das Immunsystem beeinträchtigen oder akuten Durchfall oder Erbrechen verursachen. Daher ist vor allem die trockene Lagerung besonders wichtig, um die Bildung der Schimmelpilze vorzubeugen.

Haltbarmachung

Grundsätzlich sind ungeschälte Walnüsse einige Monate haltbar, wenn sie richtig gelagert werden. Dazu sollten sie stets vor Licht, Wärme, Feuchtigkeit und Sauerstoff geschützt werden. Ungeschält oder sogar gemahlen verringert sich ihre Haltbarkeit allerdings drastisch, da sie schnell Gerüche aus der Umgebung annehmen und ungeschützt anfälliger für die Bildung von Schimmel und Aflatoxinen sind. Daher sollten angebrochene Nusspackungen am besten in einem fest verschließbaren Gefäß im Kühlschrank aufbewahrt werden und innerhalb weniger Wochen verbraucht werden.
Walnüsse können aber auch luftdicht verpackt bis zu 12 Monate lang eingefroren werden.

Die Walnuss in Zahlen

• Die Walnuss belegt als Nusssorte Platz 3 der größten Erntemenge von Nüssen in der Europäischen Union (217 Tsd. Tonnen im Jahr 2021).
• Rumänien, Griechenland und Frankreich sind die europäischen Länder mit den größten Erntemengen (mit insgesamt 144 Tsd. Tonnen im Jahr 2021).

Funfact

Die Walnuss kann man durch ihre besondere Schale nicht nur mit einem Nussknacker öffnen. Wer die Schale gerne unbeschädigt öffnen möchte, kann sich mit einem Messer behelfen: dazu wird die Messerspitze vorsichtig in die Naht der Nuss (also in die gegenüberliegende Seite der Spitze) gestochen und die Nuss dann mit dem Messer vorsichtig aufgehebelt. Noch besser funktioniert der Trick, wenn die Nuss vorher für ein paar Minuten in heißem Wasser eingeweicht und danach abgetrocknet wird. Die unbeschädigte Schale kann dann z.B. für DIY-Projekte und als Deko verwendet werden!

Saison

September bis November
Rest des Jahres Lagerware

Lagerung

kühl, dunkel,
trocken und luftdicht verpackt

Nährwerte pro 100 g

Energie: 674 kcal / 2818 kJ
Proteine: 14 g
Kohlenhydrate: 11 g,
davon 7 g Zucker
Fett: 62 g,
davon 6,9 g gesättigt

Nennenswerte Vitamine:

Vitamin B6: 0,87 mg
Folat: 75 ug
Vitamin E: 6 mg

Nennenswerte Mineralstoffe:

Eisen: 2,5 mg
Calcium: 85 mg
Kalium: 545 mg
Magnesium: 130 mg
Phosphor: 410 mg
Zink: 2,7 mg

Rezepte