Januar: Der Rosenkohl

Rosenkohl, Kohlsprossen oder auch Brüsseler Kohl (eng.: Brussels sprouts), sind kleine weiß-grüne Sprossen, die zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaeae) gehören.

Sie gehören zum typischen Wintergemüse und entfalten erst nach dem Frost ihr besonderes Aroma. Denn er verfeinert und mildert den Geschmack, macht den Kohl zarter und leichter verdaulich, da Teile der enthaltenen Stärke in Zucker umgewandelt werden.

Herkunft

Die ersten Belege für den Anbau des Zwerges unter dem Kohlgemüse, stammen aus dem Jahr 1587 aus dem heutigen Belgien. Wie der Name schon vermuten lässt, aus der Region um Brüssel.

Etwa 200 Jahre lang galt er nur als regionale Spezialität, ehe er sich Ende des 18. Jahrhunderts breitere Bekanntheit und Beliebtheit in weiteren Teilen Europas und Nordamerikas erfreute und seitdem kultiviert wird.

Angebaut wird der Rosenkohl vor allem in den Niederlanden, Frankreich und dem Vereinigten Königreich.

Gesundheitliche Aspekte

Rosenkohl ist eine richtige Vitaminbombe. Mit 110 mg Vitamin C auf 100 g Kohl enthalten die Sprossen etwa doppelt so viel des Vitamins, wie die Vitamin C „Klassiker“ Orange und Zitrone. Er eignet sich somit sehr gut zur Stärkung des Immunsystems. Bereits mit 100 g Rosenkohl wird der empfohlene Tagesbedarf eines erwachsenen Mannes von 110 mg Vitamin C gedeckt. Bei einer erwachsenen Frau ist dies bereits mit 86 g der Fall (Bedarf: 95 mg/Tag).

Neben den auf der rechten Seite aufgeführten Vitaminen und Mineralstoffen enthält Rosenkohl viele sekundäre Pflanzenstoffe.
Eines davon ist das Senföl, welches für den leicht bitteren Geschmack verantwortlich ist und Schädlinge fernhält. Nennenswert ist hierbei aber, dass es antibakteriell und antioxidativ wirkt, sowie bei ausreichender Menge das Krebsrisiko senken kann.

Zu den eher negativen Eigenschaften zählt der Fakt, dass Rosenkohl, wie andere Kohlsorten auch, bei übermäßigem Konsum zu Blähungen und Bauchschmerzen führen kann. Deshalb gilt hier stets in Maßen zu genießen.

Tipp: Kombinationen mit Gewürzen und Kräutern, wie Kümmel und Koriander, können Blähungen verringern.

Haltbarmachung

Rosenkohl ist kein gutes Lagergemüse. Er sollte dunkel, kühl gelagert und schnell verbraucht werden.
Im Gemüsefach des Kühlschranks hält er sich etwa vier Tage. Eingepackt in einem luftdurchlässigen Kunststoffbeutel trocknet er nicht so schnell aus und es bildet sich innerhalb des Beutels auch kein Kondenswasser.

Rosenkohl hält sich eingefroren mehrere Monate. Dies kann im frischen oder gegarten Zustand erfolgen. Die frischen Röschen sollten aber vorher gewaschen, geputzt und kurz blanchiert werden.

Der Rosenkohl in Zahlen

  • In der Saison 2020/21 wurden in Deutschland rund 28.000 Tonnen konsumiert. Das macht im Schnitt 0,3 kg pro Person.
  • Die Gesamterntemenge im Freiland im Jahr 2021 beläuft sich auf etwa 11.316 Tonnen. Mit ca. 611 Tonnen Rosenkohl beträgt der ökologische Anteil an der Erntemenge um die 5,4%.
  • Angebaut wurde der deutsche Rosenkohl 2021 auf einer Gesamtfläche von ca. 538 Hektar. Der ökologische Anteil macht hiervon etwa 70 Hektar aus.

Funfact

Wusstet Ihr, dass Rosenkohl das meistgehasste Gemüse in den USA ist?
Das ergab eine Umfrage der Firma Heinz im Jahr 2008.

Mit Blick auf Deutschland ergab eine Befragung im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur, dass jeder vierte Erwachsene den intensiv schmeckenden Kohl nicht mag.

Saison

Oktober bis März
Haupterntezeit: November bis Januar

Lagerung

dunkel und kühl
im Kühlschrank etwa vier Tage
zum Einfrieren geeignet

Nährwerte pro 100 g

Energie: 45 kcal/ 187 kJ
Wasser: 85 g
Kohlenhydrate: 4 g
davon 3 g Zucker
Fett: Spuren
Eiweiß: 4 g
Ballaststoffe: 4,4 g

Nennenswerte Vitamine:

Vitamin C: 110 mg
Vitamin E: 0,6 mg
Beta-Carotin: 470 µg
Vitamin K: 153 µg
Folat: 100 µg

Nennenswerte Mineralstoffe:

Kalium: 470 mg
Phosphor: 85 mg
Calcium: 35 mg
Magnesium: 20 mg
Eisen: 0,9 mg

Rezepte

Rezept Rosenkohl-Salat